Landgericht Münster vom 18.05.2019
Verkehrsunfallrecht – Personenschadenrecht – Schmerzensgeld:
BWS- und HWS-Distorsionen nach Verkehrsunfall, LG Münster, Az.: 4 O 186/18

Chronologie:
Der Kläger befuhr eine Autobahn in Süddeutschland. Der vor ihm befindliche LKW-Fahrer fuhr aufgrund eines Sekundenschlafes in die Leitplanke, wodurch ein Verkehrsschild auf das Fahrzeug des Klägers geschleudert wurde. Dadurch erlitt der Kläger Distorsionen an BWS, HWS, Thorax- und Schulterprellungen, sowie multiple Facettenirritationen.

Verfahren:
Das Gericht riet aufgrund der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage den Parteien in einer Güteverhandlung zu einem Vergleich im vierstelligen Eurobereich an, den diese akzeptierten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Im Gegensatz zu Arzthaftungsprozessen werden im Bereich des Verkehrsunfallrechtes wesentlich häufiger die Schäden des Unfallopfers durch Haftpflichtversicherer des Schädigers vorgerichtlich reguliert. Die Sach- und Rechtslage liegt oft bereits auf der Hand. Nur wenn es um die Frage der Höhe der Entschädigungen geht, so wie hier, kann es grundsätzlich zu gerichtlichen Inanspruchnahmen kommen, meint Rechtsanwalt Daniel C. Mahr LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

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