Landgericht Koblenz – vom 09.11.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Lymphzyste nach Crossektomie und stadiengerechter Saphenektomie, LG Koblenz, Az. 10 O 5/13

Chronologie:
Die Klägerin begab sich in 2010 aufgrund einer Krampfader in die stationäre Behandlung bei der Beklagten. Hier wurde die Krampfader operativ entfernt. Nach der Operation stellte sich eine starke Schwellung des Beines ein; es entwickelte sich eine Lymphzyste, später ein Lymphödem. Die Klägerin muss seither einen Kompressionsstrumpf tragen.

Verfahren:
Das Landgericht hat den Vorfall mittels eines gefäßchirurgisch-phlebologischen Gutachtens hinterfragen lassen. Nach Beendigung der Beweisaufnahme schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich über eine pauschale Entschädigung von 10.000,- Euro vor, den diese akzeptierten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Die beklagte Venenklinik hatte sich vorgerichtlich nicht zu dem Vorfall geäußert und mehrfach gesetzte Fristen verstreichen lassen, so dass die Klägerin gerichtliche Hilfe beanspruchen musste. Eine außergerichtliche Einigung wäre für alle Beteiligten sinnvoller und kostengünstiger gewesen, stellt die sachbearbeitende Rechtsanwältin Agnes Szlachecki fest.

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