Landgericht Köln – vom 05.09.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Kahnbeinresektion nach Rhizarthrose links, LG Köln, Az.: 25 O 45/13

Chronologie:
Die Klägerin litt an einer Rhizarthrose der linken Hand und begab sich in die Klinik der Beklagten, wo eine Operation nach Epping vorgenommen werden sollte. Stattdessen ist jedoch das Kahnbein resektiert worden. Hierdurch ist das Daumengelenk kaum noch beweglich. Es liegt ein Dauerschaden vor.

Verfahren:
Das Landgericht Köln hat den Vorfall mittels eines handchirurgischen Gutachtens hinterfragen lassen. Der Sachverständige stellte fest, dass die Entfernung des Kahnbeins einen Behandlungsfehler darstelle. Daraufhin hat das Gericht den Parteien einen Vergleich über eine pauschale Abfindungssumme von 30.000,- Euro vorgeschlagen, den diese akzeptierten.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Angesichts der klaren Konstatierungen des gerichtlich bestellten Gutachters kam das befasste Landgericht nicht umhin, die Haftung der Beklagten dem Grunde nach zu bestätigen und hat im Erledigungsinteresse und zur Entlastung der Gerichtsbarkeit einen Vergleich vorgeschlagen, den die Klägerin akzeptieren konnte, so RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

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