Oberlandesgericht Dresden – vom 21.04.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnostizierte Hodentorsion, OLG Dresden, Az. 4 U 1898/15

Chronologie:
Der Kläger begab sich mit Unterleibsschmerzen in die Klinik der Beklagten. Dort wurde eine Leistenhernie diagnostiziert, tatsächlich lag indes eine Hodentorsion vor.

Verfahren:
Bereits vor dem Verfahren hatte der Medizinische Dienst Sachsen ein Gutachten erstellen lassen, das einen Diagnosefehler konstatierte. In der ersten Instanz hatte das Landgericht Leipzig sodann die Beklagte zu 15.000,- Euro Schmerzensgeld verurteilt und festgestellt, dass die Beklagte auch sämtliche materiellen Schäden zu ersetzen habe. Gegen dieses Urteil ist die Beklagte vor das OLG Dresden gezogen. Mit Hinweisbeschluss aus März 2016 teilt der Arzthaftungssenat des OLG mit, dass es die Berufung zurückweisen werde, da das Urteil des LG Leipzig nachvollziehbar und nicht zu beanstanden sei.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Es ist bedauerlich, dass der Haftpflichtversicherer der Beklagten trotz der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage durch die Instanzen zieht, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht Daniel Mahr LLM fest.

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