Landgericht Duisburg – vom 11.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung des Nervus accessorius anlässlich Lymphknotenentfernung, 30.000,- Euro; LG Duisburg, Az.: 1 O 496/09

Chronologie:
Die Klägerin begab sich in 2008 zwecks Entfernung eines Lymphknotens in die Klinik der Beklagten. Postoperativ litt sie an Taubheitsgefühlen im Halsbereich. Im Rahmen einer Revisionsoperation wurde eine komplette Durchtrennung des Nervus accessorius festgestellt.

Verfahren:
Das Landgericht Duisburg hat den Vorfall umfassend hinterfragt und die Beklagten zu rund 30.000,- Euro verurteilt. Das Schmerzensgeld bewertete das Gericht mit 28.000,- Euro. In den Entscheidungsgründen heißt es u.a., dass die behandelnden Ärzte die zur Vermeidung einer Nervenläsion gebotenen Vorsichtsmaßnahmen unterließen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Arthaftungsprozesse ziehen sich oftmals über viele Jahre hin. Erst jetzt, also acht Jahre nach dem Vorfall, erhält die geschädigte Patientin die ihr zustehenden Ansprüche zugesprochen, stellt RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

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