Landgericht Frankfurt/Oder – vom 09.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nicht indizierte Leberpunktion bei Gallengangstein, 22.500,- Euro, LG Frankfurt/Oder, Az.: 11 O 17/14

Chronologie:
Die Klägerin stellte sich aufgrund von Oberbauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen im Hause der Beklagten vor. Nach CT-Untersuchung, Magen- und Darmspiegelung wurde eine Leberbiopsie veranlasst.

Verfahren:
Das Landgericht Frankfurt/Oder hat zu dem Vorgang ein internistisch-gastroenterologisches Fachgutachten eingeholt. Dieses stellte im Ergebnis fest, dass die Leberbiopsie nicht indiziert gewesen ist. Daraufhin schlug das Gericht den Parteien vor, sich auf eine Gesamtabfindung von 22.500,- Euro zu einigen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Bei der Höhe des zugesprochenen Schmerzensgeldes werden in der Regel vergleichbare Fälle herangezogen, die bereits ausgeurteilt wurden und den herkömmlichen Schmerzensgeldtabellen zu entnehmen sind, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Daniel C. Mahr, LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

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