Landgericht Saarbrücken – vom 06.01.2016
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Übersehene Fraktur des Tuberculum majus, LG Saarbrücken, Az.: 16 O 207/15

Chronologie:
Die Klägerin zog sich beim Reiten eine Sturzverletzung zu und begab sich in die Notaufnahme der Beklagten. Dort wurden keine Frakturen diagnostiziert und sie am gleichen Tage wieder entlassen. Erst einige Monate später stellte sich heraus, dass die Klägerin zwei Frakturen erlitten hatte, die zu erheblichen Schmerzen führten.

Verfahren:
Das Landgericht Saarbrücken hat im Hinblick auf eine bestehende Beweislastverteilung zu Lasten der Klägerin und dem damit verbundenen Prozessrisiko vorgeschlagen, dass sich die Parteien auf eine pauschale Abfindungssumme von 5.000,- Euro einigen, wozu die Beklagtenseite bereits zugestimmt hat. Die Klägerin überlegt sich noch, ob sie dem Vergleich nähertreten wird.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Ein langandauernder Prozess kann sehr nervenaufreibend sein. Daher gilt es in manchen Fällen schon zu überlegen, ob nicht „der Spatz in der Hand“ besser ist, als „die Taube auf dem Dach“. Ein Ende des Gerichtsverfahrens wäre mit einer Beweisaufnahme nicht vor 2017 zu erwarten, meint RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

Leave A Reply

Scroll Up