Landgericht Aschaffenburg – vom 18.12.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Unrichtige Injektionstherapie bei Meniskusschaden, LG Aschaffenburg, Az.: 12 O 356/13

Chronologie:
Der Kläger litt an Kniebeschwerden und begab sich in die Praxis der Beklagten. Dort wurde er mit einer mehrfachen Injektion von Hyaluronsäure therapiert. In der Folge kam es zu einer Entzündung, es war eine notfallbedingte Operation in Form einer arthroskopischen Gelenkrevision sowie Spülung des infizierten Kniebereichs erforderlich. Der Kläger leidet auch heute noch unter Kniebeschwerden.

Verfahren:
Das Landgericht Aschaffenburg hat zu dem Vorfall ein orthopädisch-unfallchirurgisches Gutachten eingeholt. Nach umfangreicher Beweisaufnahme riet das Gericht den Parteien zu einem Vergleich im fünfstelligen Eurobereich an. Diese Summe war dem Kläger jedoch zu gering, so dass das Gericht nunmehr eine Entscheidung erlassen wird.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Das Gericht hatte in Bezug auf die Vergleichssumme insbesondere darauf hingewiesen, dass die erheblichen Beschwerden, die der Kläger momentan vorträgt, nur zu einem untergeordneten Anteil auf der streitgegenständlichen Infektion des Knies beruhen. Aus diesem Grunde hat das Gericht einen Abschlag auf die Klageforderung gemacht, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Marius B. Gilsbach LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

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