Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 25.08.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Magenbypass Operation, 10.000,- Euro, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 70/14

Chronologie:
Die unter Adipositas leidende Klägerin begab sich zwecks Legens eines Magenbypasses in die Klinik der Beklagten. Postoperativ stellten sich Beschwerden ein, wie Schmerzen, Krampfanfällen, Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit, Erschöpfungszustände, etc. Sie wirft der Beklagtenseite vor, der Operation nicht zugestimmt zu haben, wenn sie um die Folgen gewusst hätte.

Verfahren:
Mit der Sache war zunächst das Landgericht Mönchengladbach involviert (Az. 6 O 407/11). Das Landgericht hat die Klage als unbegründet abgewiesen. Hiergegen richtet sich die Berufung der Klägerin. Der zuständige OLG-Senat sah die Angelegenheit nicht so klar, wie das Landgericht und hat den Parteien zur Vermeidung einer weiteren umfangreichen Beweisaufnahme zunächst einen Vergleich über 5.000,- Euro unterbreitet. Nach einer weiteren Beweisaufnahme und Anhörung des gerichtlich bestellten Sachverständigen erhöhte der OLG-Senat den Vergleichsvorschlag auf 10.000,- Euro.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
In Arzthaftungsprozessen sind die fachmedizinischen Wertungen nicht immer eindeutig. Um langwierige und die Gerichtsbarkeit belastende Verfahren zu vermeiden, schlagen Gerichte gerne einen Vergleich vor, der sich nach den bisherigen Erkenntnissen richtet, so wie hier, meint die sachbearbeitende Rechtsanwältin Agnes Szlachecki.

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