Landgericht Bremen – vom 13.08.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene TOT-Implantation nach Inkontinenzproblemen, LG Bremen; Az.: 3 O 913/12

Chronologie:
Die Klägerin befand sich aufgrund einer Blasenschwäche in fachärztlicher Behandlung bei der Beklagten. Es wurde ein plastisch-rekonstruktiver Eingriff (sogenannte TOT-Implantation) vorgenommen. Postoperativ verschlechterten sich indes sogar die Inkontinenzprobleme der Klägerin. Der Behandlerseite wird neben einer Fehlbehandlung auch der Vorwurf gemacht, keine schonendere Eingriffsvariante vorgenommen zu haben.

Verfahren:
Das Landgericht Bremen hat zu dem Vorfall ein fachurologisches Gutachten, nebst Zusatzgutachten einholen lassen. Nach der Beweisaufnahme und persönlichen Anhörung des Sachverständigen haben sich die Parteien sodann auf Anraten des Gerichtes auf eine pauschale Entschädigung im fünfstelligen Eurobereich geeinigt.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Rund vier Jahre lang hat sich die vorliegende Angelegenheit hingezogen, bis es zu dem für beide Parteien zufriedenstellenden Abschluss kam. Vorgerichtlich war der Haftpflichtversicherer der Beklagten nicht zu einer vergleichsweisen Regulierung bereit gewesen, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Marius Gilsbach LLM fest.

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