Landgericht Neubrandenburg – vom 26.05.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Bauchdeckenabszess nach Staphylococcus-Infektion, LG Neubrandenburg, Az.: 4 O 393/14

Chronologie:
Die Beklagte befand sich aufgrund akuter abdominaler Symptomatik während bestehender Schwangerschaft in stationärer Behandlung bei der Beklagten. Dabei zog sie sich eine Keiminfektion zu. Sie wirft der Beklagten u.a. eine Verletzung der Hygienevorschriften sowie eine verspätete Immunisierung mit Rhophylac vor.

Verfahren:
Das Landgericht Neubrandenburg hat aufgrund der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage bereits im ersten mündlichen Termin den Parteien angeraten, sich gütlich zu einigen. Der Vergleichsvorschlag umfasst eine Pauschalabgeltung von 10.000,00 Euro.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Nur in relativ seltenen Fällen verzichten Gerichte in Arzthaftungsprozessen auf die Einholung von fachmedizinischen Sachverständigengutachten, so wie hier. Stellt sich die Sach- und Rechtslage jedoch eindeutig dar, bietet sich damit aus prozessökonomischen Gründen der Abschluss eines Vergleiches an, meint der sachbearbeitende Rechtsanwalt Daniel C. Mahr LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

Leave A Reply

Scroll Up