Landgericht Düsseldorf – vom 07.05.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Risikoaufklärung anlässlich „Bleth-Operation“, LG Düsseldorf, Az.: 3 O 296/12

Chronologie:
Die Klägerin begab sich aufgrund von Hauterschlaffung der Augenunterlider in die Behandlung beim Beklagten. Dieser klärte die Klägerin jedoch lediglich über eine sogenannte „Bleth-Operation“ auf, die als operative Beseitigung der Hauterschlaffung an den Oberlidern anerkannt ist. Postoperativ fielen u.a. nach wie vor Hauterschlaffungen, Schwellungen, und Blutergüsse auf.

Verfahren:
Das Landgericht Düsseldorf hat den Vorfall mittels eines ophthalmologischen Gutachtens hinterfragen lassen. Insbesondere bemängelte der befasste Sachverständige eine unzureichende Dokumentation und einen fehlenden Operationsbericht. Daraufhin schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich im vierstelligen Eurobereich vor, auf den sich diese einließen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Bereits im Vorfeld des Verfahrens war die Schlichtungsstelle der Ärztekammer Nordrhein mit dem Vorfall befasst gewesen (Az. 2010/1517). Diese hatte bereits konstatiert, dass die Vorwürfe der Klägerin nicht auszuräumen seien. Es ist bedauerlich, dass die Beklagtenseite trotzdem zu einer außergerichtlichen Regulierung nicht bereit war, so dass die Klägerin unnötigerweise gerichtliche Hilfe beanspruchen musste, stellt Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

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