Landgericht Hannover – vom 09.02.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Hypoxisch-ischämische Enzephalopathie und schwere Asphyxie des ungeborenen Kindes, LG Hannover, Az.: 19 O 201/13

Chronologie:
Die Mutter des verstorbenen Kindes begab sich aufgrund bevorstehender Geburt in die Behandlung der Beklagten. Dort wurde ein niedriger Fruchtwasserspiegel festgestellt. Die Klägerin ist nicht über die Gefahren eines Mekoniumabganges aufgeklärt worden, eine Notsectio wurde nicht vorgenommen. Das Kind verstarb in der Folge.

Verfahren:
Das Landgericht Hannover hat den Vorfall mittels eines geburtsmedizinischen Sachverständigengutachtens hinterfragen lassen. Im Ergebnis schlug das Gericht den Parteien zur einvernehmlichen Erledigung einen Vergleich über 40.000,- Euro vor, den diese annahmen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Aufgrund des eingetretenen Todes des Kindes hält sich die Vergleichssumme noch im Rahmen. Im Bereich des Geburtsschadenrechtes, in denen es zu schweren körperlichen und geistigen Schädigungen eines Neugeborenen kommt, sind Schadensummen im deutlich sechs- bis siebenstelligen Bereich keine Seltenheit, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Marius B. Gilsbach LLM fest.

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