Landgericht Wuppertal – vom 10.01.2015
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Cortisoninduzierte Kahnbeinnekrose nach Handgelenksoperation, LG Wuppertal, Az. 5 O 425/11

Chronologie:
Die Klägerin litt an Schmerzen im rechten Handgelenk und begab sich zwecks Operation in die Behandlung bei der Beklagten. Postoperativ verschlimmerten sich die Beschwerden. Sie leidet unter Bewegungseinschränkungen des rechten Handgelenks auf 30 Grad und ist in der Bewältigung ihres Alltages eingeschränkt.

Verfahren:
Das Landgericht Wuppertal hat den Vorfall mittels eines fachchirurgischen Sachverständigengutachtens hinterfragen lassen. Im Ergebnis kommt ein Behandlungsfehler dergestalt in Betracht, dass bei der Entnahme der Spongiosa ein Hautnerv fehlerhaft durchtrennt wurde. Daraufhin hat das Landgericht den Parteien eine vergleichsweise Einigung angeraten. Der Streitwert liegt bei 22.000,- Euro.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Sind gerichtlich eingeholte Gutachten im Ergebnis nicht eindeutig, schlagen Gerichte gerne einen Vergleich vor, um eine weitere umfassende und zeitaufwändige Beweisaufnahme zu vermeiden. Im Zweifel sind sowohl Klägerseite, als auch die Beklagtenseite damit gut beraten, sich hierauf einzulassen, meint Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

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