Landgericht Aachen – vom 04.09.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Iatrogene Gallengangsverletzung anlässlich laparoskopischer Cholezystektomie, LG Aachen, Az. 11 O 50/13

Chronologie:
Die Klägerin begab sich aufgrund von Gallensteinen in die stationäre Behandlung bei der Beklagten. Dort erfolgte eine Cholezystektomie. Postoperativ stellten sich starke Schmerzen und eine Schwellung des Bauchraumes ein, da der Gallengang verletzt worden war. Seit dem Vorfall ist die Klägerin erheblich in ihrer Lebensführung eingeschränkt und nicht mehr in der Lage zu körperlich schweren Arbeiten.

Verfahren:
Das Landgericht Aachen hat den Vorfall mittels eines fachchirurgischen Sachverständigengutachtens abklären lassen. Nach persönlicher Anhörung des Gutachters kamen die Parteien überein, in Vergleichsverhandlungen einzutreten, die zu einem erfolgreichen Abschluss gelangten. Der Streitwert wurde im sechsstelligen Eurobereich festgesetzt.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
In jedem Verfahrensabschnitt ist es den Parteien eines Rechtsstreits möglich, in Vergleichsgespräche einzutreten und den Prozess mittels eines Vergleichsabschlusses zum Ende zu bringen, so wir hier. Ein Vergleich stellt immer ein gegenseitiges Entgegenkommen dar, stellt die sachbearbeitende Rechtsanwältin Agnes Szlachecki fest.

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