Landgericht Bonn – vom 28.08.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose einer Fazialisparese nach vermuteter Borreliose Infektion, LG Bonn, Az.: 9 O 337/12

Chronologie:
Die Klägerin begab sich aufgrund der Beschwerdesymptomatik einer Neuro-Borreliose in die Praxis der Beklagten. Dort unterließ man weiterführende differential-diagnostische Untersuchungen. Die Klägerin wurde mit Ceftriaxon therapiert. In der Folge stellte sich heraus, dass keine Borreliose vorlag, sondern eine Polymyalgia rheumatica.

Verfahren:
Das Landgericht Bonn hat den Vorfall fachmedizinisch würdigen lassen. Der vom Gericht bestellte Sachverständige stellte fest, dass die Diagnosestellung der Beklagten falsch war. Daraufhin schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich vor, auf den sich diese einließen. Der Streitwert liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Der Gutachter bestätigte in dem Verfahren eindeutig, dass die Beklagte weitere Laboruntersuchungen hätte vornehmen müssen, was sie jedoch unterließ. In solchen Fällen schlagen Gerichte gerne eine vergleichsweise Einigung vor, so wie hier, stellt die sachbearbeitende Rechtsanwältin Agnes Szlachecki fest.

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