Landgericht Stuttgart – vom 09.08.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Arterienverschluss in der Makula nach Lagerungsfehler, LG Stuttgart, Az. 15 O 277/11

Chronologie:
Der Kläger befand sich aufgrund einer Pseudo-Spondylolisthesis L4/5 in der Behandlung bei der Beklagten. Postoperativ bemerkte der Kläger noch im Aufwachraum eine Erblindung auf dem linken Auge. Es wurde festgestellt, dass die Makula des Auges eine Fleckenblutung aufwies, die auf ein thrombotisches Geschehen schließen lässt. Der Kläger ist seither schwer gesundheitlich beeinträchtigt.

Verfahren:
Der vom Landgericht Stuttgart involvierte Gutachter konstatierte, dass der Kläger falsch gelagert worden war und die Erblindung Folge dieser Fehllagerung ist. Das Gericht hat den Parteien sodann einen Vergleich vorgeschlagen, der Streitwert liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Lagerungsschäden gehören zu den immer wieder auftretenden Schäden im Bereich der Arzthaftung. Die Konsequenzen können erheblich sein, stellt die sachbearbeitende Rechtsanwältin Irene Rist, Fachanwältin für Medizinrecht heraus.

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