Landgericht Saarbrücken – vom 30.07.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene dorsale Spondylodese L4/5 und L5/S1, LG Saarbrücken, Az.: 16 O 197/12

Chronologie:
Die Klägerin begab sich zum Zwecke einer Wirbelsäulenversteifung in die Klinik der Beklagten, wo eine Spondylodese vorgenommen wurde. Diese Operation verlief problematisch. Es waren weitere umfangreiche Revisionsoperationen erforderlich. Die Klägerin ist seither gesundheitlich stark beeinträchtigt, leidet unter chronischen Schmerzen sowie erheblichen Bewegungseinschränkungen.

Verfahren:
Das Landgericht Saarbrücken hat den Vorfall mittels eines Sachverständigen einer orthopädischen Universitätsklinik hinterfragen lassen. Dieser stellt im Ergebnis mehrere ärztliche Fehlleistungen fest, woraufhin das Gericht den Parteien anrät, sich auf eine pauschale Entschädigung von 31.500,- Euro zu einigen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Mit Schreiben vom 28. Februar 2012 teilt der Haftpflichtversicherer der Beklagten, die Zurich Insurence mit, dass eine Haftung dem Grunde nach zurückgewiesen werde. Die Behandlung im Hause ihrer Versicherungsnehmer sei zu jedwedem Zeitpunkt regelrecht erfolgt. Das sehen Klägerin, deren Prozessbevollmächtigte, das Gericht und nicht zuletzt der befasste Gutachter jedoch ganz anders, so die sachbearbeitende Rechtsanwältin Agnes Szlachecki.

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