Landgericht München I – vom 03.06.2014
Versicherungsrecht – Unfallversicherung – Invaliditätsgrad:
Nichtanerkennung Invaliditätsgrad von 3/10 nach Fußwurzelbruch, LG München I, Az. 23 O 28648/13

Chronologie:
Die Klägerin stolperte in 2010 und knickte dabei mit ihrem linken Fuß um. Sie musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Es wurde ein Fußwurzelbruch diagnostiziert. Die Klägerin verfügt über eine Unfallversicherung bei der Beklagten. Ein Gutachter konstatierte einen Invaliditätsgrad von 3/10, den die Beklagte nicht anerkannte. Daraufhin musste die Klägerin gerichtliche Hilfe beanspruchen.

Verfahren:
Das Landgericht München I musste sich mit dem Vorgang nicht wirklich befassen, da die beklagte Versicherung nach Klagezustellung Vergleichsverhandlungen aufnahm. Es kam sodann ein Vergleich zustande, wonach die Beklagte den Invaliditätsgrad nunmehr doch anerkannte und bereit war, sämtliche Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Es ist unerklärlich, weshalb Versicherer auch in eindeutigen Fällen, wie dem vorstehenden, Geschädigte in ein gerichtliches Verfahren geradezu hineindrängen. Die hierdurch entstehenden Zusatzkosten belasten die Versichertengemeinschaft und bemühen unnötig die Gerichtsbarkeit, stellt Dr. D.C.Ciper, LLM, Fachanwalt für Medizinrecht fest.

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