Landgericht Köln – vom 20.05.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Stimmbandparese nach fehlerhafter Anästhesie, LG Köln, Az.: 3 O 500/08

Chronologie:
Die 33-jährige Klägerin hatte eine sehr helle Stimme und begab sich aufgrund der Notwendigkeit einer Wurzelspitzenresektion und einer Zahnextraktion in die Praxis des Beklagten. Im Rahmen der ambulanten Operation führte der Beklagte sodann eine Intubationsnarkose durch. Gegenüber den Praxismitarbeitern klagte die Patientin nach der Operation über Heiserkeit und Schluckbeschwerden. Sie war als Dozentin auf ihre Stimme angewiesen und konnte nunmehr kaum noch sprechen. Nach wie vor leidet sie bei größerer Belastung der Stimme unter zeitweisem Stimmverlust.

Verfahren:
Das Landgericht Köln sprach der Klägerin nach Einholung eines Gutachtens einen Schmerzensgeldbetrag von 4.000,- Euro zu. Darüber hinausgehende materielle Ansprüche erkannte das Landgericht jedoch nicht an, so dass nunmehr das Oberlandesgericht Köln hierüber zu entscheiden haben wird.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Der vorliegende Prozess zeichnet sich durch eine überlange Verfahrensdauer aus. Das Verfahren ist seit 2008 anhängig und erstinstanzlich erst im Frühjahr 2014 abgeschlossen.

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