Landgericht Essen – vom 23.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Hüftoperation mit Prothesenlockerung, LG Essen, Az. 1 O 53/12

Chronologie:
Der Kläger wurde 2010 im Krankenhaus der Beklagten behandelt. Diese implantierte eine zementfreie Hüft-TEP rechts. Dabei wurde eine zu kleine Prothese gewählt, so dass der Kläger unter massiven Schmerzen litt. Eine Revisionsoperation war erforderlich.

Verfahren:
Das Landgericht Essen hat den Vorfall mittels eines fachorthopädischen Gutachtens hinterfragen lassen. Der Gutachter stellte im Ergebnis eine Fehlerhaftigkeit der Behandlung fest. Daraufhin verurteilte das Gericht die Beklagten zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 7.500,- Euro und stellte zudem fest, dass die Beklagten verpflichtet sind, sämtliche weiteren materiellen Schäden für Vergangenheit und Zukunft zu ersetzen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Die Klägervertreter werden nunmehr wiederum an die Gegenseite herantreten und diese zur Zahlung der materiellen Schäden, die noch zu spezifizieren sind, aufzufordern. Verweigert der Versicherer dieses erneut, kommt es zu einem Folgeprozess, dann wiederum vor dem Landgericht Essen, so RA Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

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