Landgericht Köln – vom 17.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dysphonie nach Intubation anlässlich Zahn-/Kieferoperation, LG Köln, Az. 3 O 500/08

Chronologie:
Die Klägerin begab sich zwecks Zahnextraktion und Wurzelspitzenresektion in die Behandlung beim Beklagten. Der Eingriff wurde in Vollnarkose vorgenommen. Dabei kam es zu einer Stimmlippenparese links.

Verfahren:
Das Landgericht Köln hat den Vorfall umfassend mittels mehrerer fachmedizinischer Sachverständigengutachten hinterfragen lassen. Im Ergebnis kam sowohl eine unsachgemäße Blockung des Tubus, als auch eine Dislokation des Tubus als Ursache für die erlittenen Gesundheitsschäden in Betracht. Das Gericht schlug den Parteien sodann einen Vergleich vor. Der Streitwert liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Arzthaftungsprozesse können sich über einen langen Zeitraum hinziehen. Hier datiert die Klage aus 2008; mithin erst rund sechs Jahre nach Klageeinreichung wird die Angelegenheit in der ersten Instanz abgeschlossen. Hier wäre die Politik gefordert, auf die Beschleunigung derartiger Verfahren hinzuwirken, meint Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

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