Landgericht Lübeck – vom 13.03.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehldiagnose eines follikulären Non-Hodgkins-Lymphoms, Graduierung I/II, LG Lübeck, Az. 12 O 429/11

Chronologie:
Der Kläger litt jahrelang unter Schweißausbrüchen und begab sich daher zur Diagnostik in die Behandlung der Beklagten, die allerdings verabsäumte, ein MRT zu veranlassen. Daher wurde ein Non-Hodgkins-Lymphom verspätet diagnostiziert, was mehrere hochdosierte Chemotherapien erforderte.

Verfahren:
Das Landgericht Lübeck hat den Vorgang mittels eines Sachverständigen eruieren lassen. Im Termin zur mündlichen Verhandlung Anfang Februar 2014 schlug das Gericht den Parteien sodann einen Vergleich über pauschal 30.000,- Euro vor.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Der Versicherer der Beklagten, die AXA mit Sitz in Köln, war im Vorfeld der gerichtlichen Inanspruchnahme nicht zu einer gütlichen Einigung bereit gewesen. Mit anwaltlichem Schreiben vom 14. Dezember 2011 ließ sie vortragen, ein haftungsbegründendes Fehlverhalten der Beklagten nicht festzustellen, so der sachbearbeitende Rechtsanwalt Tobias Kiwitt.

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