Landgericht Paderborn – vom 27.02.2014
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
HWS-Versteifung mittels Signus Cage nach Bandscheibenvorfall C 5/6, LG Paderborn, Az. 3 O 450/12

Chronologie:
Der Kläger begab sich zwecks Rehamaßnahmen nach einem Vorfall im Lendenwirbelbereich in die Klinik der Beklagten. Dabei entwickelten sich Kribbelparästhesien, die eine zervikale Wirbelsäulennotoperation erforderten, bei der die HWS versteift werden musste. Seither leidet der Kläger an einer deutlich begrenzten Bewegungsfreiheit. Der Klinik wurde vorgeworfen, auf die Beschwerden nicht adäquat reagiert zu haben.

Verfahren:
Das Landgericht Paderborn hat ein fachorthopädisch-unfallchirurgisches Gutachten durch einen Universitätsprofessor einholen lassen. Dieser bestätigte den Behandlungsfehlervorwurf, woraufhin das Gericht den Parteien einen Vergleich anriet, den diese akzeptierten. Der Streitwert liegt bei fast 200.000,- Euro.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Die Prozessvertreter des Klägers hatten den Haftpflichtversicherer der Klinik, die AXA mit Sitz in Köln, vorgerichtlich zur Regulierung aufgefordert. Mit Schreiben vom 13. August 2012 widerspricht der Versicherer dem Behandlungsfehlervorwurf und weist die geltend gemachten Schadenersatzansprüche als rechtlich unbegründet zurück. Der Vergleichsvorschlag des Landgerichtes Paderborn wird von ihm nunmehr jedoch nicht mehr entgegengetreten, stellt der sachbearbeitende Rechtsanwalt Marius B. Gilsbach LLM fest.

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