Landgericht Hanau – vom 03.12.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Luftröhrenriss nach Intubation anlässlich Arthroskopie, LG Hanau, Az. 9 O 1070/11

Chronologie:
Die Klägerin litt im Herbst 2009 unter Schulterschmerzen, die eine Arthroskopie notwendig machte. Diese nahm die Beklagte vor, wobei es aufgrund einer fehlerhaften Intubation zu einem Riss der Luftröhre kam. Es musste ein Stent gesetzt werden, damit sich der Riss wieder verschließen konnte. Mehrere monatelange Nachbehandlungen waren vonnöten.

Verfahren:
Das Landgericht Hanau hat die Sache umfassend fachmedizinisch mittels eines Intensiv- und Notfallmediziners prüfen lassen. Dieser kam im Ergebnis dazu, dass die Behandlung nicht lege artis erfolgte, woraufhin das Gericht den Parteien zur Vermeidung einer weitergehenden umfassenden Beweiserhebung einen Vergleich über 16.000,- Euro vorschlug.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Die Prozessvertreter der Klägerin hatten im Vorfeld des Prozesses den Versicherer der Beklagten zur Regulierung aufgefordert. Die Versicherung, die Alte Leipziger mit Sitz in Oberursel teilte jedoch per 20. Juli 2011 mit: „Wir sehen keine Hinweise für einen Behandlungsfehler“. Der qualifizierte gerichtlich bestellte Gutachter sowie das befasste Gericht belehren die Alte Leipziger nunmehr eines Besseren, so Rechtsanwalt Dr. D.C.Ciper LLM sowie der sachbearbeitende Rechtsanwalt Marius B. Gilsbach LLM.

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