Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 11.04.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Durchtrennung des Nervus accessorius anlässlich Lymphknotenentfernung, OLG Düsseldorf, Az.: I – 8 U 119/12

Chronologie:
Die Klägerin begab sich wegen eines auffälligen Lymphknotens in Behandlung bei der Beklagten. Anlässlich der operativen Entfernung kam es versehentlich zur Durchtrennung des Nervus accessorius. Die Klägerin kann ihren linken Arm nicht mehr über 90 Grad heben.

Verfahren:
Bereits das Landgericht Duisburg (Az. 1 O 496/09) hatte der Klage dem Grunde nach zugesprochen. Die hiergegen gerichtete Berufung der Beklagten hatte keinen Erfolg. Das OLG Düsseldorf riet den Parteien zu einem Vergleich im fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Bereits das Vorgericht hatte konstatiert, dass die Beklagte den Behandlungsvertrag in mehrfacher Weise verletzt hatte. Der Versicherer war dennoch zur Regulierung nicht bereit.

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