Oberlandesgericht Bamberg – vom 25.02.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Chronische Hämodialyse nach verspäteter ärztlicher Behandlung, OLG Bamberg, Az. 4 U 91/12

Chronologie:
Der Kläger begab sich im Jahre 2005 in die Behandlung einer internistischen Gemeinschaftspraxis aufgrund von Blasenschmerzen. Es wurden auffällige CRP-Werte diagnostiziert, die ihm allerdings nicht rechtzeitig mitgeteilt wurden. Daraufhin erlitt er einen vollständigen Nierenausfall und ist seither dialysepflichtig.

Verfahren:
Nachdem das Landgericht Würzburg die Klage noch abgewiesen hatte, konnte der Kläger aufgrund der qualifizierten Tätigkeit von Ciper & Coll. in der Berufungsinstanz vor dem OLG Bamberg einen angemessenen Vergleich abschließen. Die Gesamtschäden liegen im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Viele ärztliche Behandlungsfehler geschehen durch einen schlecht organisierten Arztpraxen- bzw. Klinikalltag. Im vorliegenden Fall wird ein grobes Organisationsdefizit der betreffenden Praxis bemängelt. Der sachbearbeitende Rechtsanwalt Tobias Kiwitt empfiehlt Patienten, jeweils kritisch in solchen Fällen beim Arzt nachzufragen, sollten Verdachtspunkte auf einen Organisationsmangel hinweisen.

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