Landgericht Mannheim – vom 05.01.2013
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Dauerhafte Sprunggelenksversteifung nach falsch operierter Sturzunfallfraktur, LG Mannheim, Az. 6 O 239/11

Chronologie:
Die Klägerin stellte sich bei der Beklagten nach einem Sturzunfall in 2009 zur Behandlung vor. Es wurde eine Weber-C-Fraktur diagnostiziert. Anlässlich der Operation stellten sich Komplikationen ein. Die distalen Schrauben lockerten sich, seit dem Vorfall leidet die Klägerin unter einer erheblichen Bewegungseinschränkung.

Verfahren:
Das Landgericht Mannheim hat die Angelegenheit mittels eines unfallchirurgisch – orthopädischen Sachverständigengutachtens würdigen lassen. Ebenso wie ein Fachmediziner des MDK der Krankenkasse, der im Vorfeld der Klage bereits eine Fehlbehandlung konstatiert hatte, stellte der gerichtliche Gutachter Fehler in der Behandlung fest. Daraufhin schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich vor, wonach die Beklagte eine pauschale Entschädigung von 40.000,- Euro zu zahlen habe.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Der Haftpflichtversicherer der Klinik, die BGV, war trotz der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage im Vorfeld der Klage nicht zu einer Regulierung bereit. Im Ablehnungsschreiben heißt es: „Die Ansprüche müssen wir als unbegründet zurückweisen…“ Das Landgericht Mannheim hat den Versicherer nunmehr eines Besseren belehrt, so RA Dr. Dirk C. Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

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