Landgericht Dortmund – vom 01.12.2012
Fehlbehandlung – Versicherungsrecht:
Fehlgeschlagene Haarentfernung im Kosmetiksalon, LG Dortmund, Az. 8 O 2/12

Chronologie:
Die Klägerin begab sich im März 2011 in den Salon der Beklagten zwecks Haarentfernung im Gesichtsbereich. Über etwaige Risiken des Eingriffs und der Methode wurde sie nicht aufgeklärt. Die Klägerin erlitt anlässlich dieser Behandlung Verbrennungen zweiten Grades im Kinnbereich. Ein Dermatologe bestätigte die Erheblichkeit der Gesundheitsbeeinträchtigung.

Verfahren:
Das Landgericht Dortmund hat eine umfangreiche Beweisaufnahme vorgenommen und dabei auch Zeugen und einen Sachverständigen angehört. Unter Würdigung des Ergebnisses der Beweisaufnahme schlug das Gericht den Parteien vor, sich vergleichsweise zu einigen. Die Gesamtregulierung liegt im deutlich vierstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Trotz der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage konnte die Klägerin außergerichtlich keine Regulierungsbereitschaft der Beklagten erzielen. Deshalb musste sie gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. Nach dem angemessenen Vergleichsvorschlag des Gerichtes und der Akzeptanz der Schädigerin konnte die leidige Angelegenheit noch zufriedenstellend zum Ende gebracht werden.

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