Landgericht Berlin – vom 16.10.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Nervenschädigung auf Höhe LWK 2/3 nach Bandscheibenoperation, LG Berlin, Az. 36 O 288/11

Chronologie:
Die Klägerin befand sich im September 2009 in stationärer Behandlung bei der Beklagten zwecks Bandscheibenoperation. Anlässlich dieser OP kam es zu Nervenschädigungen auf Höhe LWK 2/3. Seit dem Vorfall ist die Klägerin stark in ihrer Gesundheit eingeschränkt. Der GdB beträgt 60 %.

Verfahren:
Das Landgericht Berlin hat sich mit den vorgeworfenen Behandlungsfehlern sowie der Einlassung der Beklagtenseite eingehend befasst und nach Würdigung der Gesamtumstände den Parteien zur Vermeideung der Vornahme einer umfangreichen Beweisaufnahme vorgeschlagen, sich gütlich zu einigen. Danach wird die Klägerin mit rund 40.000,- Euro entschädigt.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Vergleichsvorschläge der Gerichte vor einer Beweisaufnahme sind in Arzthaftungsprozessen eher selten. Grundsätzlich ist dieses aber zu begrüßen, da hierdurch oftmals langwierige und schwierige Verfahren vermieden werden können. Liegt die vorgeschlagene Vergleichssumme auch noch in einem angemessenen Rahmen, so wie hier, bietet sich der Abschluß des Vergleiches durchaus an, meint Rechtsanwalt Dr. D.C.Ciper LLM. Der sachbearbeitende Rechtsanwalt Daniel Mahr LLM begrüßt insoweit die Entwicklung in diesem Mandat.

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