Landgericht Berlin – vom 26.08.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Teilresektion des rechten Eierstocks, LG Berlin, Az., 36 O 120/10

Chronologie:
Die Klägerin litt unter einer durch Myome vergrößerten Gebärmutter. Anlässlich der vorgenommenen Hysterektomie kam es zu Folgeschäden. Bemängelt wurde u.a. die Indikation des Eingriffs.

Verfahren:
Das Landgericht Berlin hat den Vorfall fachmedizinisch mittels eines gynäkologischen Gutachters würdigen lassen. Nach Vorlage seines Fachgutachtens schlug das Gericht sodann den Parteien einen Vergleich vor, auf den sich beide einliessen. Die Gesamtschadensumme liegt im fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Bei nicht eindeutiger Feststellung, ob ein Behandlungsfehler oder Aufklärungsmangel vorliegen, schlägt ein Gericht in einem Arzthaftungsfall gerne eine vergleichsweise Lösung vor, um eine weitere umfangreiche Beweisaufnahme, die sich über viele Jahre hinziehen kann, zu vermeiden. Mit dem Ergebnis in der vorliegenden Sache können beide Seiten sehr zufrieden sein, meinen der sachbearbeitenden Anwalt von Ciper & Coll. Daniel Mahr LLM sowie Dr. D.C. Ciper LLM. Mit dem Vergleich ersparen sich die Parteien einen ansonsten vielleicht noch Jahre andauernden Rechtsstreit.

Leave A Reply

Scroll Up