Landgericht Saarbrücken – vom 21.08.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelte Kahnbeinfraktur nach Fußballspiel, LG Saarbrücken, Az. 16 O 41/11

Chronologie:
Der Kläger erlitt anlässlich eines Fußballspiels einen Bruch des rechten Handgelenks. Er wurde in der Klinik der Beklagten mittels Gipsruhigstellung behandelt. Seit dem Vorfall leidet er an einer Einschränkung der Beweglichkeit der Hand.

Verfahren:
Das Landgericht Saarbrücken hat den Vorfall mittels eines handchirurgischen Sachverständigengutachtens medizinisch würdigen lassen. Nachdem der Gutachter im Ergebnis konstatierte, die Operation sei nicht korrekt und zufriedenstellend vorgenommen worden, schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich vor, den beide akzeptierten. Die Gesamtregulierung liegt im fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
In der vorliegenden Angelegenheit lag dem Kläger im Vorfeld des Gerichtsverfahrens ein für ihn negatives Gutachten des MDK seiner Krankenkasse vor. Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass sich ein Geschädigter von derartigen Gutachten, die keinerlei präjudizielle Wirkung entfalten, von einem Vorgehen nicht abhalten lassen sollte. Streitentscheidend ist letztlich das vom Gericht einzuholende Gutachten. Dieses war in der vorliegenden Angelegenheit für den Kläger positiv und führte zu dem begehrten Schadenersatz. Rechtsanwalt Dr. Dirk C. Ciper LLM, sachbearbeitender Anwalt dieser Sache begrüsst diesen Prozesserfolg aufgrund der ungünstigen Ausgangslage natürlich besonders.

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