Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 28.07.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagener Einsatz einer TEP im rechten Hüftgelenk, OLG Düsseldorf, Az. I – 8 U 153/11

Chronologie:
Die Klägerin litt an einer Coxarthrose und liess sich deswegen im Krankenhaus der Beklagten eine Teilendoprothese im rechten Hüftgelenk implantieren. In der Folge kam es zu Komplikationen und Keimbefall mit MRSA. Seit dem Vorfall ist die Patientin in ihrer Beweglichkeit erheblich eingeschränkt und zu 100% schwerbehindert.

Verfahren:
Nachdem das Landgericht Düsseldorf (Az. 3 O 344/07) die Klage zunächst als unbegründet abgewiesen hatte, hatten Ciper & Coll., die anwaltlichen Vertreter der Patientin sodann vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Erfolg: Der OLG-Senat schlug den Parteien nach umfassender Würdigung der Sach- und Rechtslage einen Vergleich vor, wonach die Klägerin mit pauschal 70.000,- Euro zu entschädigen sei. Auf diesen Vergleichsvorschlag liessen sich die Parteien ein.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Untergerichte verletzen immer wieder in entscheidungsrelevanter Art und Weise die erforderlichen Aufklärungsmaßnahmen in Arzthaftungsprozessen, so wir hier. In diesen Fällen ist die klagende Partei geradezu dazu genötigt, die Entscheidung in einer Berufungsinstanz hinterfragen zu lassen. Qualifiziert besetzte OLG-Senate revidieren in der zweiten Instanz sodann häufig die unrichtig ergangenen Urteile. Voraussetzung dafür ist natürlich eine qualifizierte und substantiierte Berufungsbegründung der anwaltlichen Vertreter, so Rechtsanwalt Dr. Dirk C. Ciper LLM.

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