Landgericht Duisburg – vom 08.06.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Verspätete Osteosynthese mit Pseudoarthrose nach distaler Fibulafraktur, LG Duisburg, Az. 10 O 358/09

Chronologie:
Die Klägerin stürzte im Mai 2008 während ihres Urlaubs in den Niederlanden und zog sich einen Knöchelbruch zu. Sie begab sich daraufhin zur Behandlung in die Praxis des Beklagten, der den Zustand unverändert beliess. In der Folge entwickelte sich eine Pseudoarthrose mit Dislokation links.

Verfahren:
Das Landgericht Duisburg kam nach umfangreicher Beweisaufnahme und Einholung eines fachorthopädisch-unfallchirurgischen Gutachtens eines renommierten Sachverständigen zu dem Ergebnis, dass die Behandlung des Beklagten nicht lege artis gewesen ist und riet den Parteien einen Vergleich an, den beide akzeptierten. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen von Ciper & Coll., den Anwälten für Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlugnsfehler, bundesweit:
Nich adäquate medizinische Versorgungen von Frakturen stellen einen der klassischen Behandlungsfehlervorwürfe dar. Hier ist die Behandlerseite gefordert, entsprechende Diagnosen zeitgerecht zu stellen und die Bruchversorgung zügig in die Wege zu leiten. In der Nachsorge ist jeweils auf eine engmaschige Kontrolle zu achten, so Dr. Dirk C. Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht.

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