Landgericht Frankfurt am Main – vom 21.04.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlerhafte Plattenosteosynthese nach distaler Unterschenkelfraktur, LG Frankfurt am Main, Az. 2 – 18 O 58/09

Chronologie:
Der Kläger zog sich eine Unterschenkelfraktur zu, die mittels Plattenosteosynthese behandelt wurde. Dabei kam es zu Komplikationen und im weiteren Verlaufe zur Infektion der Weichteile und des Knochens.

Verfahren:
Das Landgericht Frankfurt/M. hat Beweis erhoben durch Einholung eines fachmedizinischen Gutachtens. Aufgrund der Konstatierung eines Behandlungsfehlers schlug das Gericht sodann den Parteien einen Vergleich vor. Diesen Vergleich haben die Prozessvertreter des Klägers zunächst als unzureichend abgelehnt. Nach weitergehenden Verhandlungen von Ciper & Coll. gelang es schließlich, eine deutlich höhere Vergleichssumme von insgesamt 40.000,- Euro zu erzielen. Damit sind die Schäden des Klägers angemessen reguliert.

Anmerkungen:
Nicht immer sind die Vergleichsvorschläge von Untergerichten akzeptabel. Das Gericht stellt nach summarischer Überprüfung der Gesamtumstände einen Betrag in den Raum, der für beide Parteien auf den ersten Blick als angemessen erscheint. Liegt dieser allerdings deutlich unter demjenigen, was dem Geschädigten tatsächlich aufgrund seiner Schädigung zusteht, müssen die Prozessvertreter des Klägers darauf hinwirken, daß die Vergleichssumme entsprechend angepaßt wird, so wie im vorliegenden Fall.

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