Landgericht Düsseldorf – vom 14.02.2012
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Tod nach Fußballspiel durch verspätete Verlegung in Gefäßchirurgie, LG Düsseldorf, Az. 3 O 91/08

Chronologie:
Der verstorbene 41jährige Ehemann der Klägerin kam beim Fußballspielen zu Fall und erlitt dabei eine Rückenverletzung. Anlässlich der erforderlichen Behandlung im Hause der Beklagten kam es zu Komplikationen. Bei der 10stündigen Operation verlor der Familienvater über 5.500 ml Blut. In der Folge mußte ihm der linke Oberschenkel amputiert werden. Die Nierenfunktion fiel aus und der Patient verstarb schließlich an multiplem Organversagen.

Verfahren:
Der vom Landgericht Düsseldorf involvierte gerichtliche Gutachter konstatierte der behandelnden Klinik mehrere grobe Behandlungsfehler, die zum Tode des Patienten geführt haben. Auf die Anregung des Gerichtes, sich gütlich zu einigen, war die Beklagtenseite zum einem Vergleich nicht bereit. Daraufhin verurteilte das Gericht diese zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 50.000,- Euro und stellte zudem fest, dass die Beklagte sämtliche materiellen Schäden zu ersetzen hätte. Die Unterhaltsschäden liegen nochmals im Bereich von mehreren hunderttausend Euro.

Anmerkung:
Ist ein Beklagter trotz Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage nicht zu einem Vergleich bereit, schlägt sich das in der Regel im Urteil nieder. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat in der Sache die Ermittlungen aufgenommen.

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