Landgericht Karlsruhe – vom 18.12.2011
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Vergessenes Fehlingröhrchen im Cervikalkanal anlässlich Ausschabung, LG Karlsruhe Az. 11 O 49/07

Chronologie:
Die Klägerin begab sich aufgrund ständiger Beschwerden im Unterbauch in die Behandlung zur Klinik der Beklagten. Hier wurde eine Ausschabung vorgenommen, bei der versehentlich ein Fehlingröhrchen im Cervikalkanal vergessen wurde. Erst fast zwei Jahre später stellte ein Gynäkologe fest, dass der Fremdkörper verblieben war.

Verfahren:
Das Landgericht Karlsruhe hat den Vorgang umfassend aufarbeiten lassen. Es wurden mehrere Zeugen vernommen, sodann kam das Gericht zu der Auffassung, dass die Vorwürfe der Klägerin berechtigt seien und schlug den Parteien einen Vergleich vor, den diese akzeptierten. Die Gesamtregulierung liegt im fünfstelligen Eurobereich

Anmerkungen:
Vergessenes OP-Besteck, Tupfer, etc… können sich über Jahre hinweg beim Betroffenen erheblich unangenehm bemerkbar machen. Es gehört zu den Grundpflichten des Operationsteams, konsequent darauf zu achten, dass dieses nicht passiert.

Leave A Reply

Scroll Up