Landgericht Mönchengladbach – vom 15.12.2011
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Persistierender Infekt rechter Ellenbogen nach Epicondylitis-Operation, LG Mönchengladbach, Az. 6 O 237/10

Der Kläger litt an Schmerzen am rechten Arm und begab sich zu einem Orthopäden zwecks operativen Eingriffs. In der Folge kam es zu erheblichen Komplikationen, Not- und Revisionsoperationen waren erforderlich, sowie eine Versteifung des Armes. Es liegt eine Schwerbhinderung GdB 30 % vor.

Verfahren:
Das Landgericht Mönchengladbach hat den Vorgang mittels eines chirurgischen Sachverständigengutachtens würdigen lassen. Der aus Köln stammende habilitierte Gutachter, ärztlicher Direktor einer Klinik für Unfallchirurgie, konstatierte mehrere Behandlungsfehler. Daraufhin schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich an, wonach der Kläger eine Gesamtregulierung im deutlich fünfstelligen Eurobereich erhalten sollte. Hierauf liessen sich die Parteien ein.

Anmerkungen:
Das Gericht kam im Ergebnis zu der Bewertung, die Behandlung der Beklagten sei als „grob fehlerhaft“ zu bezeichnen. Das führt in der Konsequenz zu Beweiserleichterungen für den Patienten bis hin zur Beweislastumkehr.

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