Landgericht Saarbrücken – vom 08.12.2011
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Hallux-Valgus-Operation, LG Saarbrücken, Az. 16 O 123/11

Chronologie:
Die Klägerin suchte in 2010 aufgrund von Schmerzen im rechten Fuss die Praxis der Beklagten auf. Hier nahm man eine Hallux-Valgus-Operation vor. In der Folge litt die Klägerin unter verstärkten Schmerzen und erheblichen Bewegungsbeeinträchtigungen. Auch heute ist sie noch in ihrer Gesundheit stark beeinträchtigt.

Verfahren:
Das Landgericht Saarbrücken hat den Parteien noch vor Einholung eines fachmedizinischen Sachverständigengutachtens aufgrund der Eindeutigkeit der Sach- und Rechtslage zu einem Vergleich angeraten. Hierauf liessen sich beide auch ein. Die Verfahrensdauer konnte damit drastisch reduziert werden. Die Gesamtansprüche liegen im fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Vergleichsvorschläge der Gerichte im Vorfelde der Einholung eines medizinischen Gutachtens sind in Arzthaftungsprozessen eher selten. Liegen die Tatsachen jedoch auf der Hand, so wie vorliegend, bietet sich eine derart pragmatische Lösung des Rechtsstreits an.

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