Kammergericht Berlin – vom 06.12.2011
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Totgeburt nach unterlassener oGTT in 20. Schwangerschaftswoche, KG Berlin, Az. 20 U 125/07

Chronologie:
Die Klägerin wurde nach künstlicher Befruchtung schwanger. Sie befand sich bei der Beklagten, einer niedergelassenen Gynäkologin in regelmässiger Behandlung. Diese unterliess trotz entsprechender Indikation eine zeitgerechte oGTT-Untersuchung. Das Kind kam tot zur Welt.

Verfahren:
Nachdem das vorbefasste Landgericht Berlin die Klage bereits teilweise zugesprochen hatte, ging es in der Berufungsinstanz noch um die Höhe der Ansprüche. Auf Anraten des Kammergerichtes Berlin schlossen die Parteien sodann einen Vergleich, wonach der Klägerin eine pauschale Gesamtentschädigung im fünfstelligen Eurobereich zu leisten sei.

Anmerkungen:
Wenn ein Untergericht die Ansprüche der Klägerseite nur teilweise zuspricht, hat der Betroffene die Möglichkeit, hinsichtlich der sodann noch bestehenden Differenz in Berufung zu gehen. Oftmals schliessen die Parteien in der Folge einen Vergleich, der dem Ansinnen beider am nähesten kommt.

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