Landgericht Berlin – vom 13.11.2011
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Hüftpfannenbruch im Rahmen einer Implantation einer Hüftgelenksendoprothese, links, LG Berlin, Az. 6 O 407/06

Chronologie:
Die Klägerin litt unter Schmerzen im Hüftbereich, woraufhin eine Coxarthrose diagnostiziert wurde. Im Rahmen der Implantation eines Hüftgelenksersatzes links kam es zu einer behandlungsfehlerhaften Fraktur des Pfannenbodens mit Ausbruch einer grossen Knochenlamelle aus dem Os ilium dorsal. Seit dem Vorfall leidet die Patientin an erheblichen Schmerzen im Rücken, der Leiste und im Oberschenkelbereich und ist in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt.

Verfahren:
Das Landgericht hat eine umfangreiche Beweisaufnahme zu dem Vorfall vorgenommen. Dabei wurden auch mehrere Zeugen hinsichtlich der Frage einer hinreichenden Risikoaufklärung angehört. Nach Beendigung der Beweisaufnahme schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich vor, worauf sich beide einliessen. Die Vergleichssumme liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
In Arzthaftungsklagen wird neben dem Vorwurf einer nicht lege artis vorgenommenen Behandlung auch oft eine nicht hinreichende Risikoaufklärung bemängelt. Stellen sich diese Vorwürfe als berechtigt heraus, gewinnt der Patient den Prozess.

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