Landgericht Dortmund – vom 06.11.2011
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlbehandelte Basisfraktur mit perkutaner Kirschner-Drahtfixation, LG Dortmund, Az. 4 O 334/09

Chronologie:
Die Klägerin begab sich nach einem Unfall in 2007 in die Klinik der Beklagten. Hier wurde eine Basisfraktur diagnostiziert und eine primäre Gipsruhigstellung verordnet. Die sodann eingebrachten Kirschnerdrähte zeigten, dass ein effektives Zusammenwachsen nicht möglich war. AUf diese Fehler hat die Behandlerseite nicht adäquat reagiert.

Verfahren:
Das Landgericht Dortmund hat die Angelegenheit mittels eines unfallchirurgischen Sachverständigengutachtens hinterfragen lassen. Im Ergebnis wurden klare Behandlungsfehler festgestellt. Das Gericht schlug den Parteien daraufhin eine vergleichsweise Lösung an, worauf sich beide einliessen. Die Gesamtansprüche liegen im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Auch klare Fälle führen im Bereich der Arzthaftung nicht immer zu einer raschen und unkomplizierten Regulierung durch den Haftpflichtversicherer des Schädigers. Hierin unterscheidet sich dieses Rechtsgebiet vom Verkehrsrecht, in dem bei einer klaren Konstellation schnell reguliert wird. In der vorliegenden Sache hat es seit dem Unfallgeschehen gut vier Jahre gedauert, ehe es zu einer für beide Seiten annehmbaren Regelung gekommen ist.

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