Landgericht Arnsberg – vom 26.10.2011
Zystenbildung und halbseitige Gesichtslähmung nach Wurzelbehandlung, LG Arnsberg, Az. I 5 O 27/10

Chronologie:
Der Kläger begab sich in zahnärztliche Behandlung beim Beklagten. Anlässlich einer Wurzelbehandlung kam es zu Zystenbildungen, die auf die Nervenbahnen drückten und eine periphere Facialisparese. Seither leidet der Kläger auch unter ständigen Kopfschmerzen.

Verfahren:
Das Landgericht Arnsberg hat den Vorgang fachmedizinisch würdigen lassen. Nachdem die Gutachterin Fehler in der Behandlung konstatierte, schlossen die Parteien einen gerichtlichen Vergleich, wonach dem Kläger eine pauschale Entschädigung von 21.000,- Euro zu zahlen ist.

Anmerkungen:
Nur in seltenen Fällen kommt es im Gebiet des Zahnarztrechtes zu derart schwerwiegenden Vorfällen, die einen Anspruch im fünfstelligen Eurobereich rechtfertigen, so wie hier. Für die Betroffenen haben zahnärztliche Behandlungsfehler in der Regel eine über das normale Mass deutlich hinausgehende emotionale Komponente.

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