Oberlandesgericht Düsseldorf – vom 24.10.2011
Harnblasenverletzung und Peritonitis mit Todesfolge nach laparoskopischer Rektumteilresektion, OLG Düsseldorf, Az. I 8 U 151/10

Chronologie:
Der zwischenzeitlich verstorbene Ehemann der Klägerin wurde im Februar 2007 im Krankenhaus der Beklagten aufgenommen. Dort nahmen die Mediziner eine Rektumteilresektion vor, anlässlich derer die Harnblase verletzt wurde. In der Folge stellte sich eine Peritonitis ein, kurze später verstarb der Patient an einem septischen Schock mit Multiorganversagen.

Verfahren:
Das Landgericht Düsseldorf hatte die Klage (Az. 3 O 356/07) noch als unbegründet abgewiesen. Die hiergegen von Ciper & Coll. gerichtete Berufung zum Oberlandesgericht Düsseldorf hatte hingegen Erfolg und führte im Ergebnis zu einer vergleichsweise Regulierung. Die Gesamtschadenposition liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Entscheidungen in Arzthaftungsklagen von Instanzengerichten, wie hier dem Landgericht Düsseldorf, sollten bei Klageabweisung grundsätzlich nochmals von qualifizierten Berufungsgerichten hinterfragt werden. Oft kommen diese sodann zu einer anderen Bewertung. Bemängelt wird oftmals, dass in der ersten Instanz nicht alle fachmedizinischen Einzelheiten hinreichend und angemessen aufgeklärt worden waren. Für den geschädigten Patienten ist das natürlich mit einem unnötigen Zeitverlust verbunden.

Leave A Reply

Scroll Up