Landgericht Münster – vom 13.10.2011
Rechtshemisphärisches Subduralhämatom und Halbseitenlähmung nach Sturzverletzung, LG Münster, Az. 111 O 93/09

Chronologie:
Der zwischenzeitlich verstorbene Geschädigte befand sich in der Klinik der Beklagten zur Einsetzung einer Herzklappe. Postoperativ kam es zu zahlreichen Komplikationen, u.a. einem Sturz aus dem Bett, aufgrund derer der Patient schliesslich verstarb. Den behandelnden Ärzten wird insbesondere vorgeworfen, keine entsprechenden Sicherheitsmassnahmen getroffen zu haben, so dass es zu der erheblichen Sturzverletzung kommen konnte.

Verfahren:
Das Landgericht Münster hat die Angelegenheit mittels eines Fachgutachtens einer renommierten Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefässchirurgie hinterfragen lassen. Nachdem der Gutachter im Ergebnis zu Fehlern im Behandlungsgeschehen kam, schlug das Gericht den Parteien eine gütliche Einigung an, der beide nähertraten. Die Regulierung liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Postoperativ hat das Pflegepersonal in einem Krankenhaus immer darauf zu achten, und dafür Sorge zu tragen, dass es nicht zu Sturzverletzungen der operierten Patienten kommt. Passiert das dennoch, hat der Klinikträger grundsätzlich für die Folgen der Schädigung zu haften.

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