Landgericht Düsseldorf – vom 03.10.2011
Fehlgeschlagener Einsatz einer Zenith-Endoprothese nach Aortenaneurysma, LG Düsseldorf, Az. 3 O 51/09

Der Kläger begab sich nach einem Bauchaortenaneurysma zur operativen Versorgung in das Krankenhaus der Beklagten. Hier setzte man ihm eine Zenith-Endoprothese ein. Im Anschluss daran kam es zu Komplikationen. Es traten Entzündungen ein und es entwickelten sich Nekrosen. Der rechte Hoden musste dem Patienten entfernt werden.

Verfahren:
Das Landgericht Düsseldorf hat den Vorfall mittels eines gefässchirurgischen Fachgutachtens hinterfragen lassen. Hierin zählte der Gutachter einige Fehler auf, die im Ergebnis dazu führten, dass das Landgericht dem Kläger eine Teilzahlung des begehrten Anspruches zusprach. Die Gesamtschäden liegen im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
In Arzthaftungsverfahren wird oftmals erst im Verlaufe des Verfahrens eruiert, welche konkrete Schädigung auf die vorgeworfene Fehlbehandlung zurückzuführen ist. Trifft das nur auf einen Teilbereich der Schädigungen zu, muss das Gericht unter Abwägung der Gesamtumstände konkret diese Teilbereiche anteilig zusprechen, so wie in der vorliegenden Angelegenheit.

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