Landgericht Osnabrück – vom 17.09.2011
Verspätete Diagnose eines kleinzelligen Bronchialkarzinoms, LG Osnabrück, Az. 3 O 494/08

Chronologie:
Der Kläger befand sich im Krankenhaus der Beklagten jahrelang in Behandlung aufgrund von auftretendem Husten und Blutauswurf. Erst verspätet diagnostizierten die Mediziner bei ihm ein zentrales Bronchial-Karzinom rechts anhand einer Röntgen-Thorax-Aufnahme.

Aufgrund der verspäteten Diagnose musste sich der Kläger einer Chemotherapie unterziehen.

Verfahren:
Das Landgericht Osnabrück schlug den Parteien nach umfangreicher Beweisaufnahme eine gütliche Einigung vor, wonach der Kläger einen Betrag zur Gesamtabgeltung von 50.000,- Euro erhalten solle. Auf diesen Vergleich haben sich beide Parteien geeinigt.

Anmerkungen:
Verspätete Karzinomdiagnosen stellen einen klassischen Behandlungsfehler in der Medizin dar. In vielen Fällen versterben die Patienten aufgrund der verzögerten Therapie. In der vorliegenden Angelegenheit stellt die Vergleichssumme eine angemessene Entschädigung für die erlittenen Gesundheitsschäden des Patienten dar.

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