Oberlandesgericht Köln – vom 14.09.2011
Darmperforation anlässlich transvaginaler Hysterektomie, OLG Köln, Az. 5 U 130/10

Chronologie:
Bei der Geschädigten wurde im Krankenhaus der Beklagten eine Hysterektomie vorgenommen, wobei es zu Komplikationen kam. Nach einer Darmperforation musste ein künstlicher Darmausgang gelegt werden. Die Patientin litt in der Folge an erheblichen Schmerzen und psychischen Beeinträchtigungen. Als Spätrisiken stehen Darmverwachsungen und -veschluss zu befürchten.

Verfahren:
Das OLG Köln hatte sich mit der Berufung der Beklagtenseite gegen ein zusprechendes Urteil des Landgerichtes Bonn (Az. 9 O 187/08) zu befassen. Im Ergebnis sah der Senat keinen Grund, an der erstinstanzlichen Entscheidung zu zweifeln und schlug den Parteien einen Vergleich zur Gesamtabgeltung vor, den beide akzeptierten. Der Gesamtbetrag liegt im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
In Arzthaftungsprozessen tun sich Berufungsgerichte oftmals schwer, an einer klagezusprechenden Entscheidung in erster Instanz zu rütteln. In der Regel sind die Entscheidungen eindeutig, schlüssig und kaum zu hinterfragen, so wie in der vorliegenden Sache.

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