Landgericht Stuttgart – vom 12.09.2011
Nicht diagnostizierte Schilddrüsenunterfunktion, LG Stuttgart, Az. 20 O 555/10

Chronologie:
Die Klägerin befand sich im Zeitraum von 1997 bis 2007 in hausärztlicher Behandlung bei dem Beklagten. In dieser Zeit litt sie unter multiplen Beschwerden, für die von dem Beklagten keine Ursache gefunden wurde.

Erst nach einem Wechsel des Arztes im Juni 2007 wurde die Klägerin wegen der ausgeprägten Schilddrüsenunterfunktion der zwingend erforderlichen Therapie und der weiterführenden Diagnostik zugeführt. Durch die jahrelang eingetretenen Folgeschäden musste die Klägerin weitergehend therapiert werden.

Verfahren:
Das Landgericht Stuttgart hat die Angelegenheit fachmedizinisch hinterfragen lassen und den Parteien sodann zu einer gütlichen Einigung angeraten, die diese akzeptierten. Die Gesamtschäden liegen im deutlich fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Gesundheitlichen Beschwerden, die seit längerem andauern, ist von Ärzteseite aus konsequent auf den Grund zu gehen. Oftmals lassen sich durch entsprechende Diagnostik ernsthafte Erkrankungen erkennen, oder ausschliessen. Ein Zeitraum von etwa 10 Jahren, in denen Beschwerden bestehen, wie in dem vorliegenden Fall, dürfte schon Anlass genug dafür sein, entsprechende Massnahmen zu betreiben.

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