Landgericht Bonn – vom 01.09.2011
Verletzungen durch unvorhersehbar schliessende Automatikglastür in einem Reformhaus, LG Bonn, Az. 15 O 3/11

Chronologie:
Die Klägerin suchte im April 2010 das Geschäft der Beklagten auf. Beim Verlassen schloss sich plötzlich und unerwartet die Automatik-Glastür, wodurch die Klägerin erhebliche Verletzungen im Kopf- und Gesichtsbereich davontrug. Auch heute leidet sie noch an den Unfallfolgen.

Verfahren:
Nachdem der Haftpflichtversicherer der Beklagten trotz mehrfacher Anspruchsanmeldung keine Reaktion zeigte, musste die Klägerin gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. In der vom Gericht anberaumten mündlichen Verhandlung schlossen die Parteien sodann einen Vergleich, der die Ansprüche der Klägerin ausgleicht. Der Gesamtschaden liegt im fünfstelligen Eurobereich.

Anmerkungen:
Es handelt sich bei dem vorliegenden Fall im juristischen Sinne um eine Nichteinhaltung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt. Geschäftsinhaber und Betreiber von öffentlich zugänglichen Örtlichkeiten müssen sich jeweils darüber vergewissern, dass die automatischen Anlage, wie Türen etc., den Sicherheitsstandards entsprechen und kein Kunde zu Schaden kommen kann.

Diese Vorkehrungen hat die Beklagte erst nach dem Vorfall mit der Geschädigten getroffen.

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